Baguio

Ferne Vergangenheit und Moderne

Zu dieser Erkenntnis kommt man umgehend, sobald man von den wenigen, zumeist schlechten Strassen und obligatorischen Touristenrouten abweichen. Zwar sind die zentralen Anlaufpunkte Banaue, Bantoc und Sagada vom internationalen Fremdenverkehr nicht unberührt geblieben, denn die Bergprovinzen liegen im Zeichen die Verkehrserschliessung heute lediglich einen Katzensprung von Manila entfernt. Doch nur ein paar Schritte darüber hinaus befindet man sich schon wieder in einem Umfeld, das zur Zeit von Christi Geburt nicht viel anders ausgesehen haben kann. Die Welt der Technik mit ihren zahllosen Abhängigkeiten und Komplexitäten wie unendlich fern erscheint sie hier.

Baguio City

In Baguio City im Süden der Region, 1400 Meter hoch gelegen und jungen Datums, lässt die US-Firma Texas Instruments riesige Mengen winziger Siliziumsteinchen miteinander verdrahten und zu exportiert sie ins Ausland. Gleichzeitig gilt die Stadt als Tor zu den archaischen Gefilden der Nordens. Die Spanier versuchten hier bereits im 16. Jahrhundert die Igoroten zu unterwerfen. Erst 1864 richteten sie im Bereich des heutigen Stadtgebiets einige “rancherias” ein. Bald darauf folgten Kirchen und Schulen. Auch wurde der Kaffeeanbau eingeführt, heute ein wichtiges Standbein der Bergprovinzen.

Air Philippines und Asian Sprint haben Baguio mit je vier wöchentlichen Flügen im Programm. Per Bus kann man ab Cubao mit mehreren Gesellschaften direkt durchführen. Die Reisedauer beträgt, wenn alles gut geht, sieben Stunden. Bei der Reiseplanung sollte dem spezifischen Klima Baguios und der Bergprovinzen Rechnungen getragen werden. Von Juni bis Oktober regnet es sehr viel. November bis Mai gelten als beste Reisesaison. Im Winter ist es kalt. In Baguio sind im Januar nur mal 6.5 Grad C° gemessen worden, und in höheren Lagen wird fast der Gefrierpunkt erreicht.

Die nüchterne Stadt hat keine besonderen Sehenswürdigkeiten anzubieten. Ein weiters Panorama bis zur Südchinasee eröffnen diverse Aussichtspunkte. Quenzon Hill, Dominican Hill und Mines View Park. Der City Market mit seiner bunten Lebendigkeit und das Baguio Mountain Provinces Museum lohnen den Besuch.

Baguios Restaurateure sind jederzeit auf den grossen Ansturm vorbereitet. Waschechte Cordillera Food mit Einschluss von richtigem Kaffee erhält man im Cafe by the Ruins. Chinesisch, koreanisch und mongolisch kann man an mehreren Stellen in derSession und Legarda Road speisen, japanisch im Kamimura und im Matsukaze. Europäisch ist das Siwss Cafe.

Wie die Touristenkunst produziert wird, lässt sich auf dem Weg nach Asin, 16 km ausserhalb von Baguio, im Ifugao Woodcarvers Village beobachten. In Asin selbst gibt es Thermalquellen und Pools. Das Städtchen Kabayan wartet mit Begräbnishöhlen und gleich nebenan mit dem stolzen Mt. Pulog auf. Selbigen kann man über die Stationen Ellet und Abukot bezwingen, eine drei bis vietägige Tour, die von der Gemeindeverwaltung Kabayan organisiert wird. Zahmer ist eine Exkursion nach La Trinidad, wo Gemüseterrassen locken und wo man sich als Erdbeerpflücker in eigene Sachen betätigen darf. In Itugon besteht die Möglichkeit, eine alte Goldmine zu besichtigen. Minus Gold allerdings, alles leider schon weg, man kann nicht mehr Reich werden. Die Strände von Bauang und San Fernando liegen nicht weit von Baguio entfernt, und die Hundred Island sind sogar Nationalpark und bieten zahlreiche Bade und Tauchmöglichkeiten.

Kirche in Baguio

Kirche in Baguio

Strasse nach Baguio

Strasse nach Baguio

Halsemaroad Strasse

Halsemaroad Strasse