Manila

Manila

Manila Einerseits Moloch, andererseits dörflicher Charm

Hauptstadt, grösste Stadt und wichtigster Seehafen der Philippinen, auf der Insel Lucon. Die Stadt liegt an der Mündung des Pasig in die Manilabucht. Sie ist das grösste Industriezentrum des Landes: Neben Eisen- und Stahlgiessereien haben sich Zuckerraffinerien, Nahrungsmittel verarbeitende Betriebe und Textilfabriken hier angesiedelt.

Spanischer Architektur

Einige Beispiele spanischer Architektur sind noch in der Altstadt zu finden, obwohl grosse Teile während des 2.Weltkrieges zerstört wurden. Erhalten blieben Teile der Ringmauer und die Klosterkirche San Agustin. Die Stadt wurde als befestigte Kolonie von dem spanischen Eroberer Miguel Lopez de Legaspi gegründet

Ausbildungsstätte

1601 eröffneten Jesuiten in der Stadt ein Seminar für Adelige -die erste Ausbildungsstätte des Landes. Von 1762 bis 1764, während des Siebenjährigen Krieges, stand Manila unter britischer Herrschaft. Im August 1898 wurde Manila im Spanisch-Amerikanischer Krieg von den Streitkräften der Vereinigten Staaten eingenommen.

Der Wiederaufbau

Von Januar 1942 bis Februar 1945 besetzten japanische Truppen die Stadt. Beim Versuch amerikanischer Truppen, Manila zurückzuerobern, wurde die Stadt schwer beschädigt. Der Wiederaufbau erfolgte sofort nach Kriegsende. 1946 wurde Manila Hauptstadt der Philippinen, 1948 löste Nachbarstadt Quezon sie ab. Erst 1976 übernahm Manila die Hauptstadtfunktion wieder.

Internationales Flair

Durch die im Januar 2000 begonnene Erweiterung des Flughafens wird die Bedeutung von Manila als eine Drehscheibe des internationalen Flugverkehrs in Südostasien weiter zunehmen. Die aus 13 Städten, Vororte und Dörfer zusammengewachsene Grossstadt Manila geniesst internationales Flair und expandiert trotz explosiver sozialer Kontrast und Überbevölkerung weiter. Neben modernen Siedlungen stehen Wohnblocks für die Armen, die Slums aber kaum jemals verlassen können, weil ihr Geld nicht für eine Sozialwohnung reicht. Manilas grosser stolz sind die glitzernden Wolkenkratzer, von denen es sehr viele gibt und immer mehr werden.

Essen und Shopping sind wichtige Aktivitäten der Filipinos. Mit Ausnahmen weniger Feriertage sind die Märkte, Laden und Einkaufszentren die ganze Woche über offen. Viele Einheimische kaufen Lebensmittel, aber auch Konsumgüter auf Märkten. In den riesigen Konsumtempeln der Stadt lässt sich in klimatisiertem Komfort so ziemlich alles erstehen, was das Herz begehrt. Allein im Areneta Center gibt es an die 2000 Spezialgeschäft für Waren aller Art mit Einschluss eines grossflächigen Farmers market mit Frischprodukten. Weiter Einkaufszentren in diesem Bereich sind die SM Malls mit einer geradezu erschlagenden Warenpalette. Teilweise hat es im obersten Stock noch ein Kino, so kenne ich es von Cebu her.

Aus dem ersten Impuls herraus möchte man jedes Restaurant in Manila vorstellen. Leider ist das fast unmöglich, da es so viele gute und günstige gibt. Chinesisch isst man am besten und biligsten in Chinatown. Fast Food gibt es überrall in rauen Mengen. Am vielfältigsten speist man im Untergeschoss grosser Kaufhäuser, wo sich um riesige Speisesäle zahllose Kleinrestaurants gruppieren. Wer knapp bei Kasse ist, sucht einen Nudelschuppen auf.