Puerto Prinsesa

Inselhauptstadt Puerto Princesa

Palawans grösster Ort hat überhaupt nichts von einer Metropole an sich, sondern besticht durch viel Grün, freundlichen Menschen und das Fehlen stockwerkträchtiger Baulichkeiten. Das Verkehrsgesehen wird von Tricycles regiert, denn die lang gezogene Stadt weist erhebliche Distanzen auf, und niemand will in der tropischen Hitze zu Fuss gehen. Die Riesenschar der Knattermobile ist guter Luft allerdings nicht gerade förderlich, in den blauen Schwaden auf der Rizal Avenue muss man oft schwer nach Atem ringen.

Ansonst ist Puerto oder PPC, so die üblichen Kurzformen, supersauber und landesweit bekannt für diese Hygiene, es hat sogar Umweltpreise gegeben. Den meisten Reisenden dienst die Stadt aber ohnehin nur als Durchgangsstation, Man legt vielleicht einen Tagestrip zu den Honda Bay Islands ein, die direkt vor der Tür liegen und schon ein wenig Südsee verheissen.

Underground River

Viele Besucher zieht es an die Westküste. Dort lockt bei Sabang als erstes Etappenziel der Underground River, eine über acht Kilometer lange, von einem seichten Fluss durchzogene Höhle. In Sabang schliessen sich erfahrene Traveller auch gerne zu Gruppen zusammen, mieten ein grosses Auslegerboot und setzten damit die Fahrt nach Norden fort. Das lohnt sich, denn die gesamte Küste ist ein Augenschmaus. Als Erstes wird zumeist die schöne Bucht von Port Barton angelaufen. Die einsame Capoas Peninsula mit dem gleichnamigen Berg weiter nördlich sattelt diesen Eindrücke noch eines drauf. Die Reise wird ab hier gewöhnlich von vielen Ohs und Ahs begleitet.

Malampaya Sundes

In den ruhigen Flächen des riesigen Malampaya Sundes biegen die Boote zumeist nur ein, um ihren Passagieren Erholungspause von etwaiger Seekrankheit zu gönnen. Denn bereits wenig später erscheinen die ersten Felseninseln von El Nido aud den Bildfläche, und dann beginnt das Fotografieren und Filmen. Gut zwei Dutzend zählen diese bis zu 600 Meter steil aus der Bacuit-Bucht emporwuchtenden steinernen Türmen und Klippen denen saubere Strände zwischen und bunten Korallenriffe steht unter Naturschutz.

Im Bacuit-Archipel feine Strand-Resort

Dennoch haben sich auf einigen Inseln dollarträchtige Resorts mit weitläufigen Strukturen niedergelassen. Teilweise sind sie ihre Preise nicht wert. Sie dominieren das touristische Geschehen. Über das Für und Wieder dieser Komplexe liesse sich lange diskutieren. Anderseits sorgt die alleinige Präsenz der Einrichtungen, deren extrem rigiden ökologischen Ausmassen Auflagen unterliegen für den Schutz und die Bewahrung der insularen Umwelt. Das hat sich auch als dringend erforderlich erwiesen, denn auf den leicht zugänglichen und wegen ihres Schutzstatus sehr frischreichen Korallenriffe des Archipel wurde immer hemmungsloser mit Dynamit und chemischen Giften hantiert. Die letzten Jahre haben durchaus zu Verbesserungen geführt und das obwohl klimatische Einwirkung durch das liebe Kind El Nino viele Fortschritte wieder rückgängig gemacht haben.